Bosch setzt auf Robotik und KI: Milliardenpotenzial durch humanoide Roboter

Bosch BCW2026 - runder Tisch
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Die Bosch-Gruppe verstärkt ihr Engagement im Bereich Automatisierung und Robotik und sieht insbesondere im boomenden Markt für humanoide Roboter enorme Wachstumschancen. Auf der Bosch Connected World (BCW) 2026 präsentierte das Unternehmen seine Strategie, Schlüsseltechnologien für die nächste Generation intelligenter Robotersysteme bereitzustellen. 

Bosch-Chef Stefan Hartung betonte, dass moderne Robotik auf denselben technologischen Grundlagen basiert wie automatisierte Mobilität. Dazu zählen hochentwickelte Sensorik, leistungsfähige Software sowie effiziente elektrische Antriebssysteme. Das Unternehmen sieht sich aufgrund seiner breiten Technologiekompetenz gut aufgestellt, um vom erwarteten Wachstum des Robotik-Marktes zu profitieren und langfristig ein milliardenschweres Geschäftsfeld aufzubauen.  

Fokus auf humanoide Robotik

Während Bosch keine eigenen humanoiden Roboter entwickeln möchte, positioniert sich der Konzern als Zulieferer zentraler Technologien. Ziel ist es, das „Gehirn und Nervensystem“ moderner Robotersysteme bereitzustellen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die offene Automatisierungsplattform ctrlX AUTOMATION, die eine schnelle und flexible Integration von Robotiklösungen in bestehende Prozesse ermöglicht.  

Bereits heute arbeitet Bosch Rexroth an mehreren Kundenprojekten, bei denen autonome mobile Roboter mit hochpräzisen Roboterarmen kombiniert werden. Solche Systeme sollen künftig Aufgaben in Produktion, Logistik und Industrie deutlich effizienter erledigen.  

Sensorik als Schlüsseltechnologie

Ein wesentlicher Baustein zukünftiger Robotersysteme sind MEMS-Sensoren (mikroelektromechanische Systeme). Diese ermöglichen Robotern, Berührungen präzise wahrzunehmen und unterschiedlich empfindliche Objekte sicher zu greifen. Bosch gilt in diesem Bereich als Weltmarktführer und produziert die Sensoren am Standort Reutlingen.  

Nach Einschätzung der Marktforscher der Yole Group wird der globale MEMS-Markt bis 2030 auf über 19 Milliarden US-Dollar wachsen. Für Bosch eröffnet dies zusätzliche Chancen im Robotik- und Automatisierungsumfeld.  

KI beschleunigt die Entwicklung

Künstliche Intelligenz spielt bei Bosch eine zentrale Rolle. Das Unternehmen nutzt KI sowohl in seinen Produkten als auch in den eigenen Fertigungsprozessen. Grundlage dafür ist ein umfangreicher Datenbestand aus mehr als 230 Bosch-Werken weltweit. Diese Daten werden unter anderem für vorausschauende Wartung, Qualitätskontrolle und die Entwicklung intelligenter Robotiklösungen eingesetzt.  

Zusätzlich setzt Bosch auf Kooperationen mit Robotik-Unternehmen wie Neura Robotics sowie internationalen Start-ups. Die eigens gegründete Robert Bosch Robotics GmbH soll neue Robotik-Technologien entwickeln und deren industrielle Skalierung vorantreiben.  

Europa als Innovationsstandort stärken

Mit dem Ausbau seiner Robotik-Aktivitäten verfolgt Bosch nicht nur wirtschaftliche Ziele. Das Unternehmen sieht Automatisierung auch als Möglichkeit, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Produktionsstandorte zu sichern. Durch die Kombination aus Sensorik, KI, Automatisierungstechnik und industrieller Fertigungskompetenz möchte Bosch eine führende Rolle in der nächsten Phase der industriellen Transformation einnehmen.  

Fazit: Bosch setzt konsequent auf die Zukunft der Robotik. Mit KI, Sensorik, Automatisierungsplattformen und strategischen Partnerschaften will der Technologiekonzern vom rasanten Wachstum humanoider und kognitiver Robotersysteme profitieren und gleichzeitig Europas Industrie im globalen Wettbewerb stärken.

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