KI bei Hausaufgaben: So häufig nutzen Jugendliche ChatGPT

Schüler sitzen vor einem Laptop und lachen

Künstliche Intelligenz ist für viele Jugendliche inzwischen ein fester Bestandteil beim Lernen. Das zeigt eine aktuelle Befragung von 1.000 Schülerinnen und Schülern zwischen 16 und 19 Jahren, die das Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag von Vodafone durchgeführt hat.

Besonders häufig kommt KI bei Hausaufgaben und der Vorbereitung von Referaten zum Einsatz. 66 Prozent der Befragten geben an, ChatGPT und vergleichbare KI-Dienste täglich oder mehrmals pro Woche für die Erstellung von Hausaufgaben zu nutzen. Lediglich vier Prozent verzichten dabei vollständig auf KI-Unterstützung.

Noch verbreiteter ist der Einsatz bei der Recherche für Referate oder Hausarbeiten. 69 Prozent der Jugendlichen nutzen dafür täglich oder mehrmals pro Woche KI. Nur zwei Prozent geben an, bei solchen Aufgaben grundsätzlich keine KI einzusetzen.

KI hilft auch beim Aufbereiten von Lernstoff

Neben konkreten Aufgaben wird künstliche Intelligenz offenbar auch zur Nachbereitung des Unterrichts genutzt. Laut der Befragung setzen 76 Prozent der Jugendlichen KI regelmäßig ein, um Lernstoff aufzubereiten. Jeweils 38 Prozent greifen dafür täglich beziehungsweise mehrmals pro Woche auf entsprechende Anwendungen zurück.

Auch im Unterricht selbst ist das Thema angekommen. 32 Prozent der Befragten geben an, dass Anwendungen, Funktionsweise sowie Chancen und Risiken von KI häufig behandelt werden. Bei weiteren 38 Prozent ist KI zumindest gelegentlich Bestandteil des Unterrichts. 30 Prozent erleben das Thema dagegen selten oder gar nicht im Schulunterricht.

Eine Mehrheit der Jugendlichen spricht sich dafür aus, künstliche Intelligenz stärker in der Schule zu berücksichtigen. 56 Prozent befürworten laut Umfrage einen verbindlicheren Bestandteil von KI im Unterricht. 17 Prozent lehnen dies ab, während die übrigen Befragten unentschlossen sind.

Mehrheit für stärkere Integration in den Unterricht

Ein eigenes Pflichtfach für künstliche Intelligenz ist dabei nur für einen kleinen Teil der Befragten die bevorzugte Lösung. Elf Prozent sprechen sich dafür aus. 48 Prozent wünschen sich dagegen eine verbindliche Integration von KI in bereits bestehende Fächer. Rund drei von zehn Jugendlichen würden ein freiwilliges Zusatzangebot bevorzugen.

Unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten

Die Ergebnisse zeigen damit vor allem, wie selbstverständlich KI-Anwendungen für viele Jugendliche inzwischen beim Lernen geworden sind. Dabei reicht die Nutzung von der Recherche über die Aufbereitung von Lernstoff bis hin zur Unterstützung bei Hausaufgaben.

Gleichzeitig wirft die Entwicklung die Frage auf, welche Rolle KI künftig im Unterricht spielen sollte und wie Schülerinnen und Schüler einen verantwortungsvollen Umgang mit den Anwendungen lernen können.

Die Befragung wurde von Civey im Zeitraum vom 10. bis 23. August 2026 online unter 1.000 Schülerinnen und Schülern zwischen 16 und 19 Jahren durchgeführt. Vodafone gibt für die Ergebnisse eine statistische Fehlertoleranz von 3,1 Prozentpunkten an.

Quelle: Civey-Befragung im Auftrag von Vodafone

Bildquellen:

  • Vodafone-Hausaufgaben-mit-Ki: © Vodafone